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Um es vorweg zu sagen, für uns ist genereller Leinenzwang zum einen tierschutzrelevant und zum anderen das falsche Mittel zum so genannten Menschenschutz.

Aus folgenden Gründen:

 

  • Der Hund ist ein Lauftier und er kann artgerecht nur gehalten werden, wenn er seinem natürlichen Bewegungsdrang nachkommen kann. Einen Hund ständig nur angeleint zu führen, würde bedeuten, ihn in einem permanenten Zustand von Unterforderung und Bewegungsstau zu halten. Was dabei passieren kann, dürfte jedem vernünftig denkenden Menschen klar sein.
  • Hunde sind von Natur aus ausgesprochen soziale Tiere, die inner- und zwischenartlich kommunizieren wollen. Hundekommunikation läuft aber anders ab als bei uns Menschen, wo sie stillsitzend beim Käffchen oder per Telefon durchaus befriedigend stattfindet. Hunde kommunizieren vorwiegend über Körpersignale. Viele Begegnungen und Auseinandersetzungen findet in ritualisierten Handlungsabläufen statt. Dafür müssen sich Hunde frei bewegen können.
  • Jeder von uns kennt die Situation, dass Hunde völlig friedlich sind, bis sie an die Leine genommen werden. Dann hat man plötzlich den Eindruck, es nicht mehr mit demselben Hund zu tun zu haben. Richtig ist, dass über die Leine eine Kommunikation mit dem Besitzer abläuft, der dem Hund seinen Gemütszustand, also auch Stress, Angst, Unsicherheit, Wut, Ärger signalisiert ... und der Hund setzt das in aggressives Verhalten um.